Internationales Tischtennisturnier für Menschen mit Parkinson in Hannover

Die beiden Tischtennisspieler des TV 1860 Hofheim, Kai Krieger und Thomas Peisker, haben erstmalig an der PingPongParkinson-Weltmeisterschaft teilgenommen und mit Spaß und Freude für das Team Germany gespielt.
Die 7. PPP-WM in Hannover war Ende September mit rund 800 Teilnehmenden aus 35 Ländern die bislang größte Auflage des Turniers. Das Turnierformat ist offen für alle von Parkinson betroffenen Spieler weltweit. Neben dem sportlichen Wettbewerb steht die Gemeinschaft und der Austausch von Menschen mit Parkinson im Mittelpunkt. Gespielt wurde in Hannover an 90 Tischen in drei Hallen im Sportpark Hannover.
Kai Krieger und Thomas Peisker mussten jeweils in Sechsergruppen gegen fünf ausgewählte Gegner antreten. Beide schlugen sich tapfer in ihrem ersten großen, internationalen Turnier. Thomas konnte mit dem dritten Platz sogar die KO-Runde erreichen, musste sich dann aber geschlagen geben. Bei Kai reichte es für die Trostrunde, wo er zunächst ein KO-Spiel gewann und in der zweiten Runde dann ausschied – ein mehr als zufriedenstellendes Ergebnis für zwei Tischtennis-Einsteiger, die erst vor einem Jahr mit dem PPP-Tischtennis beim TV 1860 begonnen hatten.

Unterstützt wurden beide Spieler von ihrem Coach Barbara Wermter. Barbaras Einsatz bezüglich Training, Vorbereitung und Turnierbegleitung war beeindruckend. Über das reguläre Training hinaus organisierte sie zusätzliche, individuell zugeschnittene Einheiten um unsere PPP -Sportler gezielt auf das Turnier vorzubereiten.
So animierte sie etwa Thomas, neben dem praktischen Training, das vom Veranstalter angebotene Seminar „Mentale Stärke“ zu besuchen. Dies half ihm, in einem äußerst knappen fünften Satz mit 12:10 Punkten die K.o.-Runde der Klasse 2 zu erreichen.
Hintergrund: Parkinson und Tischtennis im TV 1860 Hofheim

Tischtennis wird bei Parkinson eine therapeutische Wirkung zugeschrieben: Der Sport fordert und fördert kontinuierlich Bewegung, Reflexe, Reaktionsschnelligkeit, Koordination und Gleichgewicht.
Studien und Praxisberichte zeigen, dass regelmäßiges Spielen motorische Symptome wie Tremor und Bradykinesie lindern, die Haltungskontrolle stärken und das Sturzrisiko senken kann. Zudem aktiviert die Bewegung das dopaminerge Belohnungssystem und kann depressive Symptome reduzieren.
Seit knapp einem Jahr ist der TV 1860 Hofheim offizieller Stützpunkt der gemeinnützigen Organisation Ping Pong Parkinson e. V. (PPP). In der Steinberg-Turnhalle trainieren Menschen mit Parkinson integrativ Tischtennis – mittwochs von 19:30 bis 21 Uhr und samstags von 15 bis 17 Uhr.
Nähere Informationen zum Tischtennis beim TV 1860 Hofheim finden Interessierte unter www.tvhofheim-tt.de.
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